Exkursion der S6 nach Frankfurt am Main

Le 19/12/16 à 15:25 dans
Voyage scolaire

Physik- und Geographie-Projekt: 

Exkursion der s6 – Kurse von Hr. Sänger und Hr. Tomitz

nach Frankfurt am Main

 

 

EEB1-Schüler/innen in Deutschland:

Exkursion der s6 Physik- und Geographie – Kurse von Hr. Sänger und Hr. Tomitz nach Frankfurt am Main (Johannes Hick, Leonie Wesseler, s6de)

In der Projektwoche vor den Herbstferien 2016 hat der s6 Physikkurs von Herrn Sänger und der s6 Geographiekurs von Herrn Tomitz eine Exkursion für fünf Tage nach Frankfurt am Main unternommen.

Die Reise begann am Montag, dem 24. Oktober. Nach einer vierstündigen-Fahrt und einer fünfundvierzigminütigen Rast war unser erstes Ziel das Müllheizkraftwerk in Frankfurt. Dort haben wir von unserem Guide eine kurze Einführung bekommen, was ein Müllheizkraftwerk ist und wie der ganze Vorgang der Müllentsorgung abläuft. Wir wurden mit Helmen und Leuchtwesten ausgestattet und haben eine interessante Tour durch die Anlage gemacht.

Funktionsbild des Müllheizkraftwerks     

 

Anlagenfahrer – Sortierung Müll

 

Die Gruppe mit Schutzausrüstung im Müllkraftwerk

 

 

Anschliessend sind wir zu unserer Jugendherberge gefahren und konnten erst einmal einchecken und die Zimmerverteilung vornehmen.

Sehr lange konnten wir nicht auf unseren Zimmern bleiben, denn im Anschluss war schon das Abendessen geplant. Am Abend sind wir noch ins Kino gegangen.

Herr Sänger und Herr Tomitz haben uns zu den Filmen eingeladen. Gegen 23:00 Uhr waren alle aus dem Kino raus und wir konnten gemeinsam wieder zu der Jugendherberge gehen.

Am folgenden Tag mussten wir etwas früher aufstehen,

da wir um 10 Uhr eine Führung durch das Opelwerk

in Rüsselsheim hatten.

Jedoch war bei Ankunft am Werk noch etwas Zeit,

die wir für ein Spiel am aufgebauten Kicker nutzten.

Die Besichtigung begann in der Oldtimer-Werkstatt. Da sah man die Entwicklung des Opel Automobils bis in die 70iger-Jahre des letzten Jahrhunderts.

Auch Rennwagen waren unter den Ausstellungsobjekten, was wir zum Anlass für ein Gruppenfoto nahmen (siehe unten).

 

Es ging dann weiter in die Anlage, wo die Autos heute hergestellt werden. In verschiedenen Etappen konnten wir sehen, wie aus einem Stück Blech zum Beispiel eine Autotür geformt wurde. Nach drei Phasen – Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei – konnten wir dann bei der Hochzeit zusehen, d.h. wie der Motor, das Fahrwerk und die Karosserie zusammengefügt wurden.

Opel ist eine der wenigen Automobilfirmen, die hintereinander am Fließband verschiedene Modelle fertigen können, hier in Rüsselsheim den Zafira und den Insignia.

Anschließend hatten wir eine gute Stunde Mittagspause, bevor es mit einer Besichtigung des Frankfurter Flughafens weiterging. Wir wurden genau wie Flugpassagiere behandelt, was die strengen Sicherheitsbestimmungen betraf. Nachdem dann jeder durch die Sicherheitsschleusen gekommen war, ging es mit der Fahrt über das Rollfeld auf einem der größten europäischen Flughäfen los. Mit uns mit fuhr ein Mitarbeiter des Flughafens, der alle Details über seinen geliebten Flughafen kannte.

Während der spannenden Tour haben wir unter anderem den Siegerflieger (Boeing 747) gesehen, mit dem die deutschen Olympioniken aus Rio zurückgeflogen sind.

Auch durften wir miterleben, wie es ist, wenn eine schwerbeladene Frachtmaschine in geringer Höhe (ca. 50 bis 60 Meter) kurz vor der Landung über uns hinwegdonnerte.

im Flughafenbus
Überflug  
Das Flugzeug A380 von der Fluglinie United Emirates – das grösste Passagierflugzeug der Welt (mit bis zu 900 Passagieren).

 

Der Abend durfte anschließend frei gestaltet werden, wobei die Schüler in Gruppen zumindest zu zweit (oder mehr) bleiben mussten. Einige blieben in der Jugendherberge, andere gingen in die Stadt, um in Bars DFB-Pokal-Spiele zu gucken. Später sollten alle wieder pünktlich in der Jugendherberge eingetroffen sein, was auch von den Lehrern kontrolliert wurde – alles klappte perfekt.

 

Am Mittwoch durfte man – relativ spät für unsere Verhältnisse – zum Frühstück erscheinen. Der erste Termin an diesem Tag sollte ein Vortrag in der Deutschen Bundesbank sein. Da wir den Weg etwas kürzer als gedacht eingeschätzt hatten, gelangten wir etwas unter Zeitdruck, und die Lehrer wurden leicht nervös.

Doch am Ende waren wir pünktlich um 10 Uhr vor der Deutschen Bundesbank, wo wir von einem dynamischen jungen Bänker empfangen wurden. Er erklärte uns in den nächsten 2 Stunden sehr viele interessante Dinge über den Geldzyklus in Deutschland.

 

Am Nachmittag führte uns unsere Reise nach Darmstadt, in das ESOC (European Space Operation Center), das-Kontrollzentrum der ESA.

Auch hier mussten wir genau wie schon im Opel-Werk unsere Handys einschließen. Es wurde uns strengstens verboten, Fotos zu machen. Anschließend bekam jeder von uns einen Besucherausweis.

Gruppenbild vor dem ESA-Kontrollzentrum

Ein Mitarbeiter vom ESOC hielt einen für Weltraum Interessierte sehr spannenden Vortrag, indem er immer wieder auf die ExoMars-Mission zurückkam, welche ja von Darmstadt aus gesteuert worden war. Anschließend durften wir noch Blicke in die verschiedenen Kontrollräume des ESOC werfen.

 

 

Am Abend hatten wir dann die wegen Regens am Montag auf heute verschobene Skyline Tour, welche sich als Stadtführung mit schönen Aussichten entpuppte. Doch auch diese war sehr informativ. Wir haben Sehenswürdigkeiten wie das Rathaus (Römer) und den Commerzbank-Tower gesehen, welcher ja eines der höchsten Gebäude in Europa ist.

Anschließend war noch kurz Zeit. Einige Fußballfans sind wieder in Bars gegangen, um den zweiten DFB-Pokal-Spieltag zu sehen. Dieses Mal war schon früher Kontrolle und Treffpunkt in der Jugendherberge, weil es am nächsten Tag früher rausging als heute.

 „Mainhattan“ – die einzige (wirkliche) Skyline Deutschlands in Frankfurt am Main

 

 

Am Donnerstag, unseren vorletzten Tag in Frankfurt,

haben wir am Morgen die Europäische Zentralbank (EZB) besucht.

Dort mussten wir wie schon am Flughafen wieder durch eine Sicherheitskontrolle, was einem Kameraden wie schon in der ESA zum Verhängnis wurde, da er seine Ausweispapiere nicht dabei hatte.

Wir waren etwas früher als geplant an der EZB,

da Herr Sänger noch vorhatte, ein Foto zu schiessen, welches sich anbot, da man von einer nahgelegenen Brücke mit der EZB und der Skyline einen sehr schönen Fotohintergrund hatte.

 

Anschließend durften wir das imposante Gebäude der EZB von innen bestaunen. Nach einem Vortrag durften wir Blicke in die Europäische Geldgeschichte werfen, da den Eingangsbereich der EZB mehrere Infotafeln mit vielen spannenden Informationen und Einzelheiten zum EURO gestalteten.

 

 

Man konnte aber auch etwas über die verschiedenen Währungen, Sicherheitstricks zur Vorbeugung von Geldfälschungen und vieles mehr erfahren.

 

 

Nach dem Aufenthalt in der EZB ging es dann weiter zurück in die Innenstadt, wo man eine Stunde Freizeit hatte, welche in verschiedenen Formen genutzt wurde. Einige gingen noch einmal schnell durch Geschäfte stöbern, während andere sich mit einem schmackhaften Döner auseinandersetzten.

Nach der Mittagszeit stand der Programmpunkt ‘Frankfurter Wertpapier Börse’ an. 

 

Dort verwehrten wieder einmal die strengen Sicherheitsauflagen dem vorher schon erwähnten Kameraden den Zutritt. Bevor wir einen Blick in den aus dem Fernsehen bekannten Börsensaals werfen durften, bekamen wir einen Vortrag präsentiert, in dem uns das Treiben und Handeln an der Börse erklärt wurde. Auch wurde uns erklärt, was der Hintergrund für die Auswahl der Tiere ‘Bulle und Bär’ vor dem Börsengebäude war. Das genau diese beiden Tiere ausgewählt worden sind, liegt an ihren Kampf-Techniken, die das Auf und Ab der verschiedenen Börsenkurse wiederspiegeln sollen.

 

Vor dem Börsengebäude

 

Blick in den Börsensaal 
Auf der Gallerie des Börsensaals

 

 

Nach der Börse ging es dann weiter mit einer Führung durch das Blindenmuseum „Dialog im Dunkeln“, welches für alle ein sehr prägendes und neues Erlebnis war, da man es so noch nie erlebt hat. Nur mit einem Blindenstock ausgestattet musste man sich in einem komplett dunklen Raum versuchen zu orientieren, Untergründe wahrnehmen, über eine belebte Straße gelangen, Häuserwände zu ertasten, auf einer Bank platznehmen und zum Abschluss an einer Bar etwas bestellen. Danach sind wir wieder zurück zur Jugendherberge gefahren und haben unser Abendessen eingenommen.

Als letzter Programmpunkt in Frankfurt stand das Event ‘Escape the Room’ an, in dem es darum ging, aus einem abgeschlossenen Raum in einer bestimmten Zeit herauszukommen, ohne vorher zu wissen, wie.

Auch diese Veranstaltung war ein besonderes Erlebnis, welches man so schnell nicht vergisst.

An diesem Abend blieb nicht viel freie Zeit, welche die Schüler frei gestalten konnten. Wir waren jedoch ohnehin voll von prägenden Eindrücken nach diesem spannenden Tag und einer intensiven Woche.

Am Freitag war dann auch schon unser Abreisetag, wir mussten wieder pünktlich aufstehen, um rechtzeitig an der Schule ankommen zu können. Auf dem Weg nach Brüssel haben wir noch eine kurze Mittagspause in Aachen eingelegt. Gegen 15 Uhr erreichten wir die Europäische Schule und verabschiedeten uns voneinander. Welch eine interessante, tolle Woche!

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